Glossar

Kreditvermittlungsbetrug

Auch: Kreditbetrug Online, Fake-Kreditvermittler, Vorkasse-Kredit, Kreditvermittlung-Scam, Sofortkredit-Betrug

Beim Kreditvermittlungsbetrug wird ein Kredit zugesagt – gegen Vorabgebühren, die du nie zurückbekommst. So erkennst du die Masche.

Kreditvermittlungsbetrug ist eine Form des Vorschussbetrugs: Dir wird ein Kredit oder eine Finanzierungszusage versprochen. Bevor Geld fließt, sollst du Gebühren im Voraus zahlen – für Schufa-Auskunft, Versicherung, Notar, Bearbeitungsgebühr oder „Kontofreigabe". Der Kredit kommt nie; die Gebühr ist weg.

Die Masche trifft Menschen mit Geldnöten besonders hart: Wer dringend Liquidität braucht, übersieht Warnsignale leichter.

So sieht die Masche in der Praxis aus

  • Sofortkredit ohne Schufa: Zusage per Mail oder Messenger, Auszahlung angeblich in 24 Stunden – gegen Vorabgebühr.
  • Vermittler-Portal: Professionell wirkende Website, Fake-Rechner, danach nur private Überweisung an eine Person.
  • „Ihr Kredit ist genehmigt": Phishing-Mail mit Link zur Gebührenzahlung.
  • Nachzahlungsspirale: Nach der ersten Gebühr folgt die nächste – Steuern, Versicherung, Anti-Geldwäsche-Check.

Verwandt: Vorkasse-Betrug und später oft ein Recovery Scam, wenn „Helfer" das Geld zurückholen wollen.

Typische Warnzeichen

  • Kredit trotz schlechter Bonität wird leicht zugesagt.
  • Forderung nach Geld vor der Auszahlung.
  • Zahlung per Überweisung, Gutschein oder Krypto an Privatpersonen.
  • Kommunikation vor allem über Messenger, keine nachvollziehbare Zulassung.
  • Druck: „Angebot gilt nur heute."
  • Keine klare Firma, kein Impressum, keine BaFin- oder Registerprüfung möglich.

So schützt du dich

  • Nie Gebühren im Voraus zahlen, um einen Kredit zu „aktivieren".
  • Nur bei bekannten Banken und geprüften Vermittlern anfragen – selbst recherchieren, nicht dem Link in der Kaltakquise folgen.
  • Unaufgeforderte Kreditangebote ignorieren.
  • Verträge und Domains prüfen; im Zweifel den FAKE-Checker nutzen.
  • Bei Geldnot lieber Schuldnerberatung oder seriöse Stellen kontaktieren als dubiose Sofortkredite.

Was tun, wenn du schon gezahlt hast?

  • Sofort stoppen – keine zweite Gebühr.
  • Bank informieren und Anzeige erstatten.
  • Chat, Verträge und Kontodaten sichern.
  • Vorsicht vor angeblichen Anwälten, die den Kredit „nachträglich durchsetzen" – siehe Fake-Kanzleien.

Häufige Fragen

Was ist Kreditvermittlungsbetrug?
Betrüger sagen dir einen Kredit zu oder versprechen die Vermittlung – und verlangen vorher Gebühren für Auskunft, Versicherung, Notar oder Freigabe. Nach der Zahlung kommt kein Kredit.
Darf ein Kreditvermittler Vorkasse verlangen?
Seriöse Kreditinstitute und Vermittler finanzieren sich über Zinsen und Provisionen der Bank, nicht über private Vorabzahlungen per Überweisung oder Gutschein. Wer Vorkasse für die Auszahlung verlangt, ist hochverdächtig.
Ich habe bereits eine Vermittlungsgebühr gezahlt. Was tun?
Keine weiteren Zahlungen leisten, Bank informieren, Belege sichern und Anzeige erstatten. Lass dich nicht zu einer zweiten „Freigabegebühr“ überreden.

Bist du auf etwas Verdächtiges gestoßen?

Du bist diesem Begriff in der Praxis begegnet? Prüfe die verdächtige Webseite, E-Mail oder Nachricht jetzt kostenlos mit unserem FAKE-Checker.

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