Online-Betrug

Fake-Kanzleien erkennen: Falsche Anwälte und erfundene Inkasso-Forderungen

Fake-Kanzleien schüchtern mit erfundenen Forderungen und Inkasso-Drohungen ein. So erkennst du falsche Anwaltsschreiben und reagierst richtig.

Aktualisiert am

Fake-Kanzleien sind Betrüger, die sich als Anwaltskanzlei oder Inkasso-Büro ausgeben. Mit offiziell wirkenden Schreiben treiben sie erfundene Forderungen ein und setzen dich mit Drohungen unter Druck – etwa mit Klage, Pfändung oder einem Schufa-Eintrag.

Die Schreiben kommen per E-Mail oder Brief und nehmen oft Bezug auf eine angebliche Bestellung, ein Abo oder eine Urheberrechtsverletzung.

Wie die Masche funktioniert

  1. Die Forderung. Du sollst angeblich Geld schulden – für einen Kauf, ein Abo oder eine „Abmahnung".
  2. Der Drohton. Bei Nichtzahlung wird mit Gericht, Pfändung oder Eintrag bei der Schufa gedroht.
  3. Der Zeitdruck. Eine sehr kurze Frist soll dich zu schnellem, unüberlegtem Zahlen bringen.
  4. Die Zahlung. Du sollst auf ein meist ausländisches Konto überweisen oder einem Zahlungslink folgen.

Häufig ist die angebliche Forderung mit einer Abofalle verknüpft oder Teil einer Phishing-Mail.

Daran erkennst du eine Fake-Kanzlei

  • Eine Forderung, die du nicht zuordnen kannst.
  • Massiver Drohton mit Klage, Pfändung oder Schufa.
  • Sehr kurze Zahlungsfrist und starker Druck.
  • Fehlende oder erfundene Kanzleidaten, keine prüfbare Zulassung.
  • Ausländische oder wechselnde Kontoverbindung.
  • Ein Zahlungslink statt einer nachvollziehbaren Rechnung.

So reagierst du richtig

  1. Nicht vorschnell zahlen. Prüfe zuerst, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist.
  2. Begründung verlangen. Lass dir Vertrag, Datum und Grund schriftlich und nachvollziehbar nennen.
  3. Kanzlei überprüfen. Existiert sie wirklich? Such die echten Kontaktdaten unabhängig und frag dort nach.
  4. Keine Links anklicken. Folge keinem Zahlungslink aus dem Schreiben.
  5. Rat holen. Bei Unsicherheit hilft die Verbraucherzentrale; bei Betrug kannst du Anzeige erstatten.

Schreiben prüfen

Du hast ein verdächtiges Anwalts- oder Inkasso-Schreiben per E-Mail bekommen? Kopiere den Absender, den Text oder einen Link in den Fake-Checker und lass alles kostenlos prüfen.

Auch bekannt als: Fake-Kanzlei, falsche Anwälte, Fake-Inkasso, Inkasso-Betrug

Häufige Fragen

Was sind Fake-Kanzleien?
Betrüger, die sich als Anwaltskanzlei oder Inkasso-Büro ausgeben und mit erfundenen Forderungen Geld eintreiben wollen. Die Schreiben kommen per E-Mail oder Brief und drohen mit Klage, Schufa-Eintrag oder Pfändung.
Muss ich eine angebliche Inkasso-Forderung sofort zahlen?
Nein. Prüfe zuerst, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist. Verlange eine nachvollziehbare Begründung mit Vertrag und Datum. Zahle nichts unter Zeitdruck und hol dir im Zweifel Rat bei der Verbraucherzentrale.
Woran erkenne ich ein gefälschtes Anwaltsschreiben?
Verdächtig sind eine unbekannte Forderung, fehlende oder erfundene Kanzleidaten, eine ausländische oder ständig wechselnde Kontoverbindung, massiver Drohton und ein Zahlungslink statt einer klaren Rechnung.

Bist du auf etwas Verdächtiges gestoßen?

Lass eine Webseite, E-Mail, Telefonnummer oder Nachricht kostenlos von unserer KI prüfen – in Sekunden und ohne Anmeldung.

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