Browser-Hijacking
Auch: Browser-Hijacker, Browser-Entführung, Homepage-Hijacking, Search-Hijacking, Startseiten-Entführer
Browser-Hijacking verändert heimlich deine Browser-Einstellungen – Startseite, Suchmaschine oder neue Tabs – und leitet dich auf Werbe- oder Betrugsseiten um.
Von Browser-Hijacking spricht man, wenn ein Programm oder eine Erweiterung heimlich die Einstellungen deines Browsers übernimmt – zum Beispiel deine Startseite, deine Suchmaschine oder die Seite, die bei einem neuen Tab erscheint. Ziel ist meist Geld: Du wirst auf Werbeseiten umgeleitet, deine Suchanfragen werden über fremde Dienste geführt, oder du landest auf zweifelhaften bis betrügerischen Seiten.
Ein Hijacker ist selten sofort gefährlich, aber hartnäckig: Er blendet Werbung ein, verlangsamt das Surfen und stellt geänderte Einstellungen immer wieder her, solange die verantwortliche Software aktiv ist.
Woran du Browser-Hijacking erkennst
- Deine Startseite oder Suchmaschine hat sich ohne dein Zutun geändert.
- Suchergebnisse laufen über einen unbekannten Suchdienst statt Google oder deiner gewohnten Suche.
- Beim Surfen erscheinen ständig neue Werbe-Tabs oder Pop-ups.
- Im Browser sind Erweiterungen oder Symbolleisten, die du nie installiert hast.
- Klicks landen auf fremden Seiten, obwohl du eine andere Adresse eingegeben hast.
Wie es auf dein Gerät kommt
- Gebündelt mit Gratis-Software: Bei kostenlosen Programmen oder „praktischen" Tools wird die Zusatz-Software mitinstalliert, wenn du zu schnell auf „Weiter" klickst.
- Gefälschte Updates: Ein Pop-up beim Surfen fordert dich auf, den Browser oder einen Player zu „aktualisieren" – dahinter steckt der Hijacker, ähnlich wie bei Malware.
- Bösartige Browser-Erweiterungen: Eine Erweiterung verspricht Gutscheine, PDF-Umwandlung oder Wetter – und übernimmt im Hintergrund die Kontrolle.
- Cracks und unseriöse Downloads: Kostenlose Vollversionen von unbekannten Seiten bringen fast immer unerwünschte Software mit.
Browser-Hijacking, Malware und Pharming
- Malware ist der Oberbegriff für jede Schadsoftware – das Hijacking ist eine eher nervige Unterform.
- Browser-Hijacking ändert Einstellungen in deinem Browser und lebt von Werbung und Umleitungen.
- Pharming leitet dich schon auf Netzwerkebene um, sodass selbst die richtige Adresse zur falschen Seite führt.
So wirst du es wieder los
- Verdächtige Erweiterungen entfernen – im Browser unter „Erweiterungen" oder „Add-ons" alles Unbekannte löschen.
- Kürzlich installierte Programme deinstallieren, die du nicht bewusst gewollt hast.
- Browser-Einstellungen zurücksetzen – Startseite, Suchmaschine und neue Tabs neu festlegen; die meisten Browser bieten „Auf Standard zurücksetzen".
- Gerät mit einem seriösen Schutzprogramm prüfen, um Reste zu finden.
- Bei einem angeblichen Support, der bei der „Reparatur" helfen will, Vorsicht: Das ist häufig Fake-Kundenservice.
So schützt du dich
- Software nur von der offiziellen Webseite oder aus dem App-Store laden.
- Bei der Installation die benutzerdefinierte Option wählen und mitgelieferte Zusatzangebote abwählen.
- Erweiterungen sparsam und nur aus dem offiziellen Browser-Store installieren.
- Browser und System aktuell halten – aber Updates nur über den Browser selbst, nie über ein Pop-up.
Bist du dir bei einer weitergeleiteten Seite unsicher, kannst du die Adresse vorab mit dem Fake-Checker prüfen.