Ransomware
Auch: Erpresser-Software, Erpressungstrojaner, Crypto-Locker, Lösegeld-Software
Ransomware verschlüsselt deine Dateien oder sperrt dein Gerät und verlangt Lösegeld – oft nach einem Klick auf einen Phishing-Link oder Anhang.
Ransomware ist Erpresser-Software: Sie verschlüsselt deine Fotos, Dokumente oder das ganze Gerät und verlangt Lösegeld, meist in Kryptowährung, für die Freigabe. Das Wort setzt sich aus „ransom" (Lösegeld) und „ware" (Software) zusammen.
Ransomware ist eine besonders schlimme Form von Malware – oft nach einem Klick auf einen Phishing-Link, einen infizierten Anhang oder eine Installation über Fake-Kundenservice.
Bekannte Beispiele aus der Praxis
- Rechnung oder Mahnung per Mail: Du öffnest den Anhang – kurz darauf erscheint ein Bildschirm: „Alle Dateien verschlüsselt. Zahlen Sie 500 € in Bitcoin."
- Gefälschter IT-Support: Ein Anrufer drängt dich, Fernwartungssoftware zu installieren – im Hintergrund läuft Ransomware.
- Infizierte Webseite: Ein Klick auf einen Download-Link ohne echte Prüfung reicht manchmal aus.
- Firma und Privat: Betroffen können Arbeitsrechner, Heim-PCs und NAS-Speicher gleichermaßen sein – wichtige Erinnerungen und Unterlagen plötzlich unlesbar.
Ransomware und Scareware
- Ransomware: Verschlüsselt wirklich Dateien oder sperrt das System – Lösegeld-Forderung.
- Scareware: Zeigt nur eine falsche Warnung („Virus gefunden!"), um dich zu einer bezahlten oder infizierten Fake-Antivirus-Software zu locken – siehe Fake-Kundenservice.
Beides nutzt Angst, aber Ransomware richtet oft dauerhaften Schaden an deinen Daten an.
Daran erkennst du den Angriff
- Plötzlich kein Zugriff auf Dateien, Endung der Dateien hat sich geändert.
- Vollbild-Meldung mit Lösegeld-Forderung und Countdown.
- Druck, schnell in Krypto zu zahlen.
- Vorher verdächtige Mail, Anhang oder unbekannter Download.
So schützt du dich
- Backups auf externem Medium oder Cloud – getrennt vom Rechner, nicht dauernd eingesteckt.
- Updates für System und Programme installieren.
- Keine Anhänge aus unbekannten Mails öffnen.
- Kein Fernzugriff für unaufgeforderten Support gewähren.
Was tun, wenn du betroffen bist?
- Nicht sofort zahlen – Erfolg ist unsicher.
- Gerät vom Netz trennen, um weitere Geräte im Heimnetz zu schützen.
- Anzeige bei der Polizei erstatten.
- IT-Fachkundige oder die Verbraucherzentrale kontaktieren – manchmal gibt es Entschlüsselungs-Tools für bekannte Varianten.
- Backups prüfen, falls vorhanden – danach Gerät gründlich bereinigen lassen.
Prüfe verdächtige Mails und Links vor dem Öffnen mit dem Fake-Checker.