Pharming
Auch: DNS-Manipulation, Umleitungs-Betrug
Beim Pharming wirst du trotz richtiger Eingabe der Adresse auf eine gefälschte Webseite umgeleitet, die deine Daten abgreift.
Pharming ist eine besonders heimtückische Form des Betrugs: Du gibst die richtige Webadresse ein, landest aber auf einer gefälschten Seite. Anders als beim klassischen Phishing brauchst du dafür nicht einmal auf einen falschen Link zu klicken.
Bekannte Beispiele aus der Praxis
- Manipulierter Router: Schadsoftware auf dem Heimrouter leitet Anfragen an
sparkasse.deauf eine Fake-Bankseite um – du tippst korrekt, landest falsch. - DNS-Poisoning: Ein angegriffener DNS-Server übersetzt echte Adressen in IP-Adressen der Betrüger – betrifft eher Firmennetze, ist aber dokumentiert.
- Schadsoftware am PC: Ein Virus ändert die Hosts-Datei des Computers und leitet ausgewählte Bank-Domains um.
- Öffentliches WLAN: Ein gefälschter Hotspot „Airport_Free_WiFi" fängt Traffic ab und zeigt Login-Seiten nach.
Wie das möglich ist
Betrüger manipulieren die Technik, die Adressen in die richtige Zielseite übersetzt – etwa über Schadsoftware auf deinem Gerät, Router oder einen angegriffenen Server. Die nachgebaute Seite sieht aus wie das Original und fragt dort deine Zugangs- oder Bankdaten ab.
Pharming und Typosquatting
- Typosquatting: Du vertippst dich –
amazn.destattamazon.de. - Pharming: Du tippst richtig, wirst aber umgeleitet.
Beides kann zu Fakeshop- oder Phishing-Seiten führen.
So schützt du dich
- Achte auf Zertifikatswarnungen und Ungereimtheiten im Seitenaufbau.
- Halte Router, Gerät und Browser aktuell und nutze Schutzsoftware.
- Für Banking die offizielle App nutzen, wo möglich.
- Kein sensibles Login in öffentlichen WLANs ohne VPN.
Was tun bei Verdacht?
- Nicht einloggen, wenn etwas merkwürdig wirkt.
- Router und Gerät prüfen lassen, Passwörter ändern.
- Bank informieren, falls du bereits Daten eingegeben hast.
Verdächtige Seiten kannst du mit dem Fake-Checker prüfen.