Shoulder Surfing
Auch: über die Schulter schauen, Ausspähen, Mitlesen
Beim Shoulder Surfing spähen Betrüger PIN, Passwort oder Codes aus, indem sie dir unbemerkt über die Schulter schauen – in Bahn, Café oder am Automaten.
Shoulder Surfing bedeutet wörtlich „über die Schulter schauen". Betrüger spähen dabei deine PIN, dein Passwort oder einen Code aus, indem sie dir unbemerkt zusehen – am Geldautomaten, im Café, in der Bahn oder im Großraumbüro. Das ist kein technischer Angriff, sondern reine Beobachtung.
Bekannte Situationen aus dem Alltag
- Geldautomat in der Fußgängerzone: Jemand steht auffällig nah hinter dir, während du die PIN eingibst – manchmal mit Handy-Kamera im Rucksack.
- Supermarkt-Kasse: Beim Bezahlen mit Karte oder Smartphone schaut jemand mit, merkt sich die PIN für den späteren Versuch mit gestohlener Karte.
- ICE oder U-Bahn: Du entsperrst dein Handy mit einer kurzen PIN – der Mitreisende sieht sie und greift zu, wenn du einschläfst oder das Handy liegen lässt.
- Café mit offenem WLAN: Passwort-Eingabe am Laptop ist von der Nachbarbank aus lesbar.
Manchmal kommt eine versteckte Kamera am Automaten zum Einsatz – dann spricht man eher von Skimming, aber das Ziel ist dasselbe: deine Zugangsdaten.
Shoulder Surfing und Phishing
- Shoulder Surfing: Physisch – jemand sieht zu.
- Phishing: Digital – gefälschte Nachrichten und Links.
Beides kann zu Account-Übernahme oder Identitätsdiebstahl führen.
Wo es passiert
- Am Geldautomaten oder an der Kasse bei der PIN-Eingabe.
- In öffentlichen Verkehrsmitteln, wenn du dein Smartphone entsperrst.
- An öffentlichen Orten, wo jemand auf deinen Bildschirm sehen kann.
So schützt du dich
- Eingaben abschirmen – Hand über das Tastenfeld halten.
- Auf dein Umfeld achten, bevor du PIN oder Passwort eingibst.
- Biometrie statt kurzer PIN, wo sinnvoll.
- Blickschutzfolie für den Bildschirm in öffentlichen Räumen.
- Gerät nicht unbeobachtet lassen, nachdem du es entsperrt hast.
Was tun, wenn du ausspioniert wurdest?
- PIN oder Passwort sofort ändern.
- Bank informieren und Karte sperren lassen, falls relevant.
- Kontobewegungen prüfen in den folgenden Tagen.
- Bei Diebstahl des Geräts: Fernsperre und Anzeige.
Verdächtige Nachrichten danach kannst du mit dem Fake-Checker prüfen.