Datenleck
Auch: Datenpanne, Data Breach, Datenleak, Leak
Bei einem Datenleck gelangen persönliche Daten wie E-Mail-Adressen und Passwörter in falsche Hände – häufig der Ausgangspunkt für weiteren Betrug.
Ein Datenleck liegt vor, wenn persönliche Daten ungewollt öffentlich werden oder gestohlen wurden – etwa durch einen Einbruch in einen Online-Dienst. Betroffen sind oft E-Mail-Adressen, Passwörter, Namen, Adressen oder Zahlungsdaten von vielen Menschen gleichzeitig.
Datenlecks sind häufig der Ausgangspunkt für weiteren Betrug: Mit den erbeuteten Daten versuchen Täter Account-Übernahme, Identitätsdiebstahl oder gezieltes Phishing.
Bekannte Beispiele aus der Praxis
- Große Plattform gehackt: Millionen E-Mail-Adressen und Passwort-Hashes landen im Darknet. Betroffene merken es erst, wenn plötzlich Phishing-Mails mit echten Namen kommen oder Login-Versuche bei anderen Diensten auftauchen.
- Credential Stuffing: Jemand nutzt dein geleaktes Passwort automatisch bei Amazon, PayPal, Gmail und dutzenden anderen Seiten – funktioniert nur, wenn du dasselbe Passwort mehrfach verwendest.
- Spear Phishing nach Leak: Die Mail beginnt mit „Sehr geehrter Herr Müller" und nennt deinen echten Arbeitgeber – alles aus dem Leak. Siehe Spear Phishing.
- Telefonnummer und Adresse geleakt: Betrüger kombinieren Leck-Daten mit Vishing oder Schockanrufen, weil sie persönliche Details kennen.
Warum das gefährlich ist
- Ein geleaktes Passwort wird auf vielen Diensten durchprobiert, wenn du es mehrfach nutzt.
- Mit deinen Daten lassen sich täuschend echte Betrugsnachrichten formulieren.
- Du merkst ein Leck oft erst, wenn der Schaden schon entstanden ist.
Datenleck und Identitätsdiebstahl
- Datenleck: Daten wurden aus einem Dienst entwendet – oft Millionen Betroffene gleichzeitig.
- Identitätsdiebstahl: Jemand handelt in deinem Namen – Verträge, Bestellungen, Konten.
Ein Leck ist nicht automatisch Identitätsdiebstahl, aber oft der Startpunkt.
So schützt du dich
- Für jeden Dienst ein eigenes Passwort, am besten mit einem Passwortmanager.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren – sie schützt selbst bei bekanntem Passwort.
- Regelmäßig prüfen, ob deine E-Mail-Adresse in einem bekannten Leck auftaucht, und betroffene Passwörter sofort ändern.
Du kannst deine E-Mail-Adresse mit dem Fake-Checker auf bekannte Datenlecks prüfen lassen.
Was tun, wenn deine Daten geleakt wurden?
- Passwort beim betroffenen Dienst sofort ändern – und überall sonst, wo du es wiederverwendet hast.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, falls noch nicht geschehen.
- Kontobewegungen prüfen bei Banking, Shopping und E-Mail.
- Misstrauisch bei Mails, die plötzlich persönliche Details kennen.
- Anzeige erstatten, wenn bereits Konten übernommen oder Geld abgeflossen ist.