Glossar

Spendenbetrug

Auch: Spenden-Scam, Fake-Spendenaufruf, gefälschter Spendenaufruf, Wohltätigkeitsbetrug

Beim Spendenbetrug sammeln Täter mit gefälschten Spendenaufrufen Geld, das nie bei Bedürftigen ankommt – oft nach Katastrophen und Tragödien.

Beim Spendenbetrug nutzen Täter die Hilfsbereitschaft von Menschen aus. Mit emotionalen, gefälschten Spendenaufrufen sammeln sie Geld, das nie bei Bedürftigen ankommt. Besonders häufig geschieht das nach Naturkatastrophen, Unglücken oder Krankheitsfällen, über die in den Medien berichtet wird.

Bekannte Beispiele aus der Praxis

  • Nach Hochwasser oder Erdbeben: Gefälschte Spendenseiten imitieren Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz – oft per Social Media oder Spam-Mail.
  • Einzelschicksal auf Facebook: Dramatische Fotos, „Spenden Sie für die Behandlung" – manchmal gestohlene Bilder, manchmal erfundene Krankheiten.
  • WhatsApp-Kettenaufruf: „Leite weiter und spende an dieses Konto" – Mischung aus Hoax und Spendenbetrug.
  • Gefälschte SMS mit Link: „Helfen Sie den Opfern – hier spenden" führt zu Phishing oder einem Fake-Konto.

Wie die Masche funktioniert

  • Gefälschte Spendenseiten oder Konten imitieren echte Hilfsorganisationen.
  • Emotionale Mails und Posts mit dramatischen Bildern und Dringlichkeit.
  • Erfundene Einzelschicksale auf Spendenplattformen oder in sozialen Netzwerken.

Spendenbetrug und Vorschussbetrug

  • Spendenbetrug: Du glaubst, Gutes zu tun – das Geld verschwindet.
  • Vorschussbetrug: Du erwartest selbst einen Vorteil – beides nutzt Emotionen und Druck.

Daran erkennst du Spendenbetrug

  • Starker Zeit- und Gefühlsdruck, sofort zu spenden.
  • Aufruf über unaufgeforderte Nachrichten oder dubiose Links.
  • Anonyme Zahlungswege wie Gutscheinkarten oder Krypto.
  • Organisation ohne nachprüfbare Infos, Impressum oder Transparenz.

So schützt du dich

  • Direkt über die offizielle Webseite der Organisation spenden.
  • Organisation prüfen – seriöse Hilfswerke sind transparent, oft mit DZI-Siegel.
  • Nicht unter Druck und nicht über anonyme Zahlungswege spenden.

Was tun, wenn du schon gespendet hast?

  • Zahlungsbeleg und Seite sichern, Anzeige erstatten.
  • Bank informieren, ob eine Rückbuchung möglich ist.
  • Echte Organisation warnen, falls deren Name missbraucht wurde.

Verdächtige Spendenaufrufe und Links kannst du mit dem Fake-Checker prüfen.

Häufige Fragen

Wie erkenne ich seriöse Spendenorganisationen?
Offizielle Webseite, Impressum, Transparenz über Verwendung der Mittel und oft ein anerkanntes Spendensiegel wie das DZI-Siegel. Spende direkt über die offizielle Seite, nicht über zugeschickte Links.
Darf ich per PayPal an private Spendenaufrufe zahlen?
Vorsicht bei unbekannten Privatpersonen in sozialen Netzwerken. Auch echte Notlagen können missbraucht werden. Seriöse Hilfe läuft oft über etablierte Organisationen.
Sind Spendenaufrufe nach Hochwasser oder Krieg automatisch Betrug?
Nein, viele sind echt. Aber genau in solchen Momenten tauchen auch Fake-Seiten auf. Prüfe den Absender und spende über bekannte Kanäle.

Bist du auf etwas Verdächtiges gestoßen?

Du bist diesem Begriff in der Praxis begegnet? Prüfe die verdächtige Webseite, E-Mail oder Nachricht jetzt kostenlos mit unserem Fake-Checker.

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