Glossar

ETA-Phishing

Auch: ETA-Betrug, Visa-Phishing, Fake-ETA, Einreiseerlaubnis-Phishing, ETA-Scam, Fake-Einreiseerlaubnis

Beim ETA-Phishing locken Fake-Seiten und Mails mit elektronischen Einreiseerlaubnissen – du sollst Gebühren und Passdaten an Betrüger geben.

ETA-Phishing meint Betrug rund um elektronische Einreiseerlaubnisse (Electronic Travel Authorisation). Gefälschte Webseiten, Anzeigen oder Mails tun so, als könntest du dort eine ETA oder ein Visum beantragen – in Wahrheit landen Gebühren und Passdaten bei den Betrügern.

Das ist eine Form von Phishing, oft mit E-Mail-Spoofing oder täuschend echten Fake-Behördenseiten. Im Reisekontext gehört die Masche zu Reisebetrug.

So sieht ETA-Phishing in der Praxis aus

  • Werbelink in Social Media: „ETA jetzt online beantragen" – die Seite sieht behördlich aus, die Domain ist es nicht.
  • Mail mit Ablaufdrohung: „Ihre Einreiseerlaubnis läuft ab – hier erneuern." Absender und Link sind gefälscht.
  • Überteuerte Vermittler: Inoffizielle Portale verlangen hohe Gebühren für eine angeblich „schnelle Freigabe".
  • Messenger-Tipp: Kettennachrichten oder dubiose „Soforthilfe" gegen Passkopie und Vorauszahlung.

Daran erkennst du es

  • Domain und Absender passen nicht zur bekannten Regierungsseite.
  • Ungewöhnlich hohe Gebühren oder Zahlung nur per Krypto / Gutschein.
  • Zeitdruck: „Sofort beantragen, sonst keine Einreise."
  • Pass-, Karten- oder biometrische Daten über einen Werbe- oder Mail-Link.

So schützt du dich

  • ETA und Visa nur über die offizielle Seite oder App der jeweiligen Regierung beantragen – Adresse selbst suchen, nicht aus der Werbung übernehmen.
  • Keine Passdaten über Links aus Mails, Anzeigen oder Messenger eingeben.
  • Gebühren und Anbieter kritisch prüfen; im Zweifel die Botschaft oder das Konsulat über bekannte Kanäle fragen.
  • Verdächtige URLs und Absender mit dem FAKE-Checker prüfen.

Was tun, wenn du Daten oder Geld angegeben hast?

  • Bank oder Karte informieren, wenn Zahlungsdaten betroffen sind.
  • Belege und URLs sichern, Seite melden, Anzeige erstatten.
  • Keine Nachzahlungen an denselben Absender für „Freigabe" oder „Korrektur".
  • Mehr zu Fake-Hotels, Buchungsseiten und Visa-Maschen: Reisebetrug erkennen.

Häufige Fragen

Was ist eine ETA?
Electronic Travel Authorisation – eine digitale Einreiseerlaubnis für bestimmte Länder bei ansonsten visumfreiem Reisen. Die Beantragung läuft über offizielle Regierungsseiten oder Apps, nicht über Werbelinks in Social Media.
Woran erkenne ich ETA-Phishing?
Verdächtig sind unbekannte Domains, überhöhte „Vermittlungsgebühren“, Druck zur Sofortzahlung und Mails oder Anzeigen mit Links, die nicht zur offiziellen Behörde gehören. Im Zweifel die Regierungsdomain selbst googeln und dort starten.
Ist ETA dasselbe wie ein Visum?
Nein. Eine ETA ist eine vereinfachte elektronische Reisegenehmigung, kein klassisches Visum. Betrüger vermischen die Begriffe oft absichtlich, um Verwirrung und Eile zu erzeugen.

Bist du auf etwas Verdächtiges gestoßen?

Du bist diesem Begriff in der Praxis begegnet? Prüfe die verdächtige Webseite, E-Mail oder Nachricht jetzt kostenlos mit unserem FAKE-Checker.

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