E-Mail-Spoofing
Auch: Mail-Spoofing, Absenderfälschung E-Mail, gefälschte Absenderadresse, Display-Name-Spoofing, gefälschter Mail-Absender
Beim E-Mail-Spoofing wirken Absendername oder Absenderadresse gefälscht, damit eine Mail vertrauenswürdig aussieht – oft der Einstieg zu Phishing.
E-Mail-Spoofing ist die Fälschung des Absenders in einer E-Mail. Betrüger lassen eine Nachricht so wirken, als käme sie von deiner Bank, einem Paketdienst, einer Behörde oder einem bekannten Shop – obwohl der echte Absender ganz woanders liegt.
E-Mail-Spoofing ist eine Form von Spoofing. Meist folgt danach Phishing: ein Link zur Fake-Seite oder die Bitte um vertrauliche Daten.
So sieht E-Mail-Spoofing in der Praxis aus
- Anzeigename ≠ Adresse: Im Posteingang steht „PayPal Sicherheit", die echte Adresse endet aber auf
@irgendwas-mail.net. - Ähnliche Domain:
service@sparkasse-sicherheit.destatt der echten Bank-Domain – wirkt auf den ersten Blick glaubwürdig. - Antwort-Adresse abweichend: Du antwortest auf eine andere Adresse als die angezeigte – typisch bei gezieltem Spear Phishing.
- Paket oder Behörde: „Ihre Sendung wartet" oder „Rückzahlung vom Finanzamt" – Absender wirkt offiziell, der Link führt zu einer Fake-Seite.
Anzeigename und Absenderadresse
- Anzeigename: Der Text vor der Adresse – frei wählbar, leicht zu fälschen.
- Absenderadresse: Die eigentliche From-Adresse. Auch die kann spoofed wirken; seriöse Anbieter schützen sich mit SPF, DKIM und DMARC. Für dich zählt: Details öffnen und die Domain genau lesen.
Vertrau nie allein dem Namen im Posteingang.
E-Mail-Spoofing und Phishing – der Unterschied
- E-Mail-Spoofing: Die Identität des Absenders wird vorgetäuscht.
- Phishing: Es geht um deine Daten oder dein Geld – oft über denselben gefälschten Kanal.
Ohne Spoofing würde die Mail von einer erkennbaren Spam-Adresse kommen und wäre leichter zu entlarven. Per SMS heißt die verwandte Masche Smishing, per Anruf Vishing.
So schützt du dich
- Absenderdetails anzeigen – nicht nur den Anzeigenamen lesen.
- Links prüfen, bevor du klickst; im Zweifel die echte Seite selbst aufrufen.
- Keine Passwörter, PINs oder TANs über einen Mail-Link eingeben.
- Verdächtige Absender und URLs mit dem FAKE-Checker prüfen.
Was tun, wenn du schon geklickt hast?
- Hast du nichts eingegeben, ist das Risiko meist gering – trotzdem die Adresse merken und beobachten.
- Hast du Zugangsdaten eingegeben: Passwort sofort ändern, Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, Bank informieren falls betroffen.
- Mehr zum Ablauf und zur Hilfe findest du unter Phishing.