Catfishing
Auch: Fake-Profil, falsche Online-Identität
Beim Catfishing erfindet jemand mit gestohlenen Fotos eine falsche Online-Identität, um zu täuschen – oft als Einstieg in Liebesbetrug.
Catfishing bezeichnet das Erstellen einer erfundenen Online-Identität. Jemand gibt sich mit gestohlenen Fotos und einer ausgedachten Lebensgeschichte als eine andere Person aus – um Aufmerksamkeit zu bekommen, zu täuschen oder gezielt zu betrügen.
Häufig ist Catfishing der Einstieg in das Romance Scamming, bei dem am Ende Geld gefordert wird.
Bekannte Beispiele aus der Praxis
- Der Soldat im Auslandseinsatz: Perfekte Fotos in Uniform, aber nie ein Videocall – die Bilder stammen von echten Social-Media-Profilen.
- Der Arzt auf Ölplattform: Romantische Nachrichten über Wochen, dann plötzlich ein „Notfall" und die Bitte um Geldüberweisung.
- Das Model auf Instagram: Hunderte Follower, professionelle Bilder – hinter dem Profil sitzt ein Betrüger, der Social Engineering betreibt.
- Identitätsdiebstahl light: Jemand nutzt Fotos einer echten Person ohne deren Wissen – die echte Person merkt es oft erst, wenn Freunde nachfragen.
Catfishing und Romance Scamming
- Catfishing: Die falsche Identität – wer die Person ist, stimmt nicht.
- Romance Scamming: Die Betrugsmasche – Gefühle aufbauen, dann Geld verlangen.
Catfishing kann auch ohne Geld passieren, ist aber der häufige erste Schritt zum Liebesbetrug.
Daran erkennst du ein Catfishing-Profil
- Perfekte, professionelle Fotos, die wie aus einem Katalog wirken.
- Kein Videocall und kein Treffen – immer gibt es Ausreden.
- Eine Geschichte, die Distanz erklärt – Job im Ausland, Soldat, Arzt.
- Schnelle, intensive Gefühle ohne reale Begegnung.
So schützt du dich
- Mach eine Bilder-Rückwärtssuche mit den Profilfotos – oder prüfe KI-generierte Gesichter mit den Tools im Artikel Deepfakes verstehen.
- Bestehe auf einem Videotelefonat mit der echten Person.
- Werde misstrauisch, sobald es um Geld, Geschenkkarten oder Krypto geht.
- Erzähle einer vertrauten Person von neuen Online-Kontakten.
Was tun, wenn du schon Geld geschickt hast?
- Zahlungen stoppen – weitere „Notfälle" sind Teil der Masche.
- Bank informieren und prüfen, ob Zahlungen rückgängig gemacht werden können.
- Anzeige bei der Polizei erstatten und Chatverläufe sichern.
- Profil melden auf der Plattform.
Verdächtige Profile, Links oder Nachrichten kannst du mit dem Fake-Checker prüfen.