Betrug mit Prominenten und TV-Sendungen erkennen
Auch bekannt als: Promi-Fake-Werbung, TV-Betrugsmasche, Fake-Gewinnspiel Fernsehen, Bares für Rares Betrug, Wer wird Millionär Fake, Höhle der Löwen Fake-Werbung
Betrüger leihen sich das Vertrauen von Quizshows, Trödel-TV und Prominenten. So erkennst du Fake-Gewinnspiele, Fake-Anrufe und Promi-Werbung.
Betrüger brauchen kein eigenes Vertrauen. Sie leihen sich das von Gesichtern und Sendungen, die du schon kennst: Quizshows, Trödel-TV, Investorinnen und Investoren, Talkgäste. Du denkst an die echte Sendung – und klickst, zahlst oder machst die Tür auf.
Die Show und die Prominenten sind dabei Opfer, nicht Täter. Ihr Name, ihr Logo oder ein KI-Video wird missbraucht. Das Muster heißt oft Promi-Fake-Werbung. Es steckt aber auch in Fake-Gewinnspielen und in Anrufen, die sich als Sendungsteam ausgeben. Das ist Social Engineering: Autorität und Vertrautheit statt Technik.
Drei Alltagsszenen
Fake-Quiz und Fake-Gewinn
Du bekommst eine SMS oder landest auf einer Seite, die wie „Wer wird Millionär" wirkt. Es gibt Fragen, einen Countdown, ein Versprechen auf Geld. Irgendwann sollst du zahlen – für die nächste Runde, für die Auszahlung oder für ein Abo.
Das ist Gewinnspiel-Betrug, oft mit Abofalle. Ein echter Gewinn aus dem Fernsehen kommt nicht per Zufalls-Link und kostet keine Vorab-Gebühr.
Anruf, Haustür, Kleinanzeige
Jemand ruft an oder schreibt über Kleinanzeigen: Er oder sie sei vom Team von „Bares für Rares" und suche Schätze für die Sendung. Manchmal steht jemand unangekündigt vor der Tür. Ziel ist oft herauszufinden, was Wertvolles in der Wohnung liegt – oder günstig wegzukaufen.
Das ZDF sagt klar: Händlerinnen und Händler der Sendung rufen nicht unaufgefordert an und kommen nicht unangemeldet vorbei. Wer mitmachen will, bewirbt sich nur über den offiziellen Weg. Das gilt als Telefon-Betrug, wenn der Kontakt per Anruf kommt.
Anzeige mit Promi-Gesicht
In Facebook, Instagram, YouTube oder TikTok wirbt ein bekanntes Gesicht für Krypto, Trading oder ein Wundermittel. Häufig sind das Gesichter aus der Höhle der Löwen, Talkshows oder Quizsendungen. Der Clip sieht aus wie ein Zeitungsartikel oder eine Fernsehreportage.
Die Verbraucherzentrale warnt regelmäßig davor: Das Video ist oft ein Deepfake. Dahinter steckt ein Fakeshop oder Anlagebetrug – manchmal mit WhatsApp-„Berater", der dich zu immer höheren Einzahlungen drängt. Mehr zu Krypto-Versprechen: Krypto-Betrug.
Daran erkennst du den Betrug
- Unaufgeforderter Kontakt im Namen einer Sendung – Anruf, Haustür, Kleinanzeige, Messenger.
- Zahlung vor dem Gewinn oder vor der „Teilnahme".
- Wundermittel und sichere Reichtümer, beworben mit einem TV-Gesicht.
- Die Anzeige führt auf eine fremde Shop- oder Trading-Seite, nicht auf den Sender.
- Druck: „Nur heute", „letzter Platz", „sofort überweisen".
- Die Person auf dem echten Kanal der Sendung warnt selbst vor Trittbrettfahrern – oder erwähnt das Angebot mit keinem Wort.
So schützt du dich
- Selbst den offiziellen Weg suchen. Adresse der Sendung oder des Prominenten eintippen, nicht den Link aus der Werbung nutzen.
- Nichts zahlen und keine Daten herausgeben, nur weil ein bekanntes Gesicht erscheint.
- Tür zu, auflegen, nicht einlassen. Ein echtes TV-Team steht nicht spontan vor deiner Wohnung.
- Ein Video ist kein Beweis. KI kann Lippen, Stimme und Studio nachbauen. Details: Deepfakes verstehen.
- Anzeige auf der Plattform als Betrug oder Täuschung melden.
Aktuelle Wellen stehen im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale. Zur Messenger-Variante bei Geldanlagen warnt auch die BaFin.
Nachricht oder Link prüfen
Du hast eine SMS, eine Anzeige, eine Nummer oder eine seltsame Gewinn-Seite? Kopiere Text, Absender oder Webadresse in den FAKE-Checker und lass alles kostenlos prüfen, bevor du antwortest oder zahlst.